Montag, 4. August 2014

04.08.2014 127km (511 km) Hel

Letzte Nacht hatte ich dann in Izbica auf einem Zeltplatz zugebracht. Nach über 140km war ich wieder ordentlich kaputt. Ein Zimmer wäre mir lieber gewesen. Aber in dem Ort gab es nichts - und bis zum nächsten war es ewig weit. Mein Zelt hatte ich gegen 20.30 Uhr etwa aufgebaut. Es gab noch ein Bier und leckeren Gulasch mit Kartoffeln und viel Dill. Sofort konnte ich dann doch nicht einschlafen - musste mich an die Härte des Bodens erst gewöhnen. Früh morgens regnete es dann kurz. Aber als ich gegen sechs Uhr aufstand, war alles wieder trocken. Im Lebensmittelladen am Zeltplatz gab es frische Brötchen, Yoghurt und einen Kaffee bekam ich auch dazu. Das alles für 15 Euro war fair. Übrigens sprachen die Betreiber ganz gut deutsch. Nach einer halben Stunde ging die Quälerei mit den sandigen Wegen wieder los. Irgendwo dort im Wald traf ich auf einen Kerl aus Eberswalde. Fit, frühpensioniert und längst nicht wie 53 Jahre alt aussehend. Er will nur nach Lettland. In der gleichen Zeit wie ich. Deshalb musste ich auch schneller machen und habe auf die Riesendünen bei Leba verzichtet und wir haben uns dort wieder getrennt. In Krokowa (Krockow) gab es für mich dann eine Mittagspause mit griechischem Salat und Borschtsch mit Tagliatelle. Von dort habe ich mich bis Hel gequält. Schön war bisher nur die Gegend zwischen Rowy und Leba. Die kann ich empfehlen. Auch meinem Reisebegleiter war die Rummelplatzatmosphäre der Orte aufgefallen.
Ich werde jetzt gleich Hel Richtung Danzig verlassen. Da komme ich dann zwar mitten in der Nacht an - aber ich werde einen ganzen Vormittag für die Stadt haben.

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